da Du keine exakte Angabe zu der betreffenden Mutter gemacht hast, weiß ich auch nicht genau, um welche es sich handelt. Annahme, es ist die selbstsichernde Mutter M14x1.5, Pos. 29-15 in der XS1100-2H9-Ersatzteilliste / Pos. 15 auf S. E-11 in der XS750-Ersatzteilliste / Pos. 15 auf S. 56 in der XS750-'Wellenantrieb-Wartungsanleitung' - stimmt das?
Für diese Mutter wird ein Anzugsdrehmoment von 75Nm bis 85Nm angegeben (vgl. angehängtes JPG). Wenn das Endgetriebe bereits nach leichtem Anschrauben der Mutter von Hand blockiert, dann liegt ein ernster Montagefehler vor - z.B. im einfachsten Fall eine falsche oder vergessene Distanz- oder Beilagscheibe.
Hallo Peter, so möchte ich auch mal eine einfache Mutter beschreiben können!Respekt Ja genau die meine ich, aber ein Montagefehler kann es doch eigentlich nicht sein, weil ich nur die Mutter und die Muffe samt Unterlegscheibe rausgenommen und wieder montiert habe. Danke für die Antwort
was da wirklich los ist, kann hoffentlich Michael erklären - so mit Losschrauben und Wiederfestschrauben verstehe ich das nicht! Da muß was falsch sein, vielleicht wurde ein Anschlag nicht beachtet, vielleicht gibt es ein spezielles Gegenhaltewerkzeug, vielleicht ... Wie bereits gesagt, habe ich einen solchen Umbau (oder eine Reparatur des Endantriebs) noch nicht selbst durchgeführt, aber daß die Angelegenheit so nicht logisch zusammenpaßt, maße ich mir an zu behaupten. Tut mir leid, aber hier liegt ein Montage- oder ein Objektfehler vor!
Die Mutter habe ich nur deshalb so ausführlich beschrieben, um die Möglichkeiten aufzuzeigen - zudem weiß ich ja nicht, über welche Unterlagen Du verfügst. Selbstverständlich würde eine Angabe ausreichen, z.B. "Pos. 15 auf S. 56 der Kardan-Wartungsanleitung". Ich hacke auch immer so auf den offiziellen Unterlagen rum, weil man mit einer ganz einfachen, daraus entnommenen Angabe häufig Mißverständnisse vermeiden könnte.
ich hab zwei Mal an meinem Kardan gearbeitet. Das erste Mal musste ich die Welle und die Aufnahme der Welle hinten ersetzen (verrostete Verzahnung) und das zweite Mal hab ich den beschriebenen Umbau auf XS750 gemacht. Beide Male war dieser Effekt den Du beschreibst nicht zu spüren.
Ich weiß jetzt nicht mehr so ganz genau, wie das da hinten aussah. Aber wenn sich das Umlenkgetriebe ohne die Mutter drehen lässt und mit fest angezogener Mutter nicht, dann bedeutet das, dass durch das Anziehen der Mutter was rausgezogen oder reingedrückt wird. Und beides sollte nicht der Fall sein. Warum auch - die XS750 Mutter die drauf war war doch genauso drauf, oder? Oder spielt die Unterlagscheibe zum Abdichten dabei ne Rolle? Sollte rauszufinden sein wenn man sich das genauer anschaut. Auf jeden Fall ist diese Mutter bei mir fest montiert.
Hallo Michael, ich hab mich wohl falsch ausgedrückt, mit "von Hand angezogen" meinte ich mit der Knarre, nicht mit dem Schlagschrauber.Sorry
Hab alles noch mal zerlegt und wieder zusammengebaut, glaube ich hatte die Lager verkantet.
Jetzt habe ich kein spürbares Axialspiel mehr, habe gestern die Schwinge den Endantrieb und das Hinterrad wieder eingebaut und dann bemerkt das ich die kleine Feder die auf besagter Mutter sitz vergessen hab.
Jetzt verschiebt sich die Probefahrt noch ein wenig, berichte dann aber.
Herzlichen Dank an alle für die Tips,Hinweise und Gedankenmachen
Manchmal ist ein Vorschlaghammer notwendig, um den einen oder anderen davon zu überzeugen, daß er was falsch gemacht hat. Womit sich wieder mal bestätigt, daß bei der Arbeit an der XS (genauso wie an anderen Zwei- und Vierrädern) nichts über Logik und Systematik geht.