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Yamaha XS 1100 Forum

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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 4.350 mal aufgerufen
 Fahrwerk
XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

29.06.2009 15:11
Gabelöl - Menge, Viskosität ? Thread geschlossen

Da in Kürze der Wechsel der Vordergabel an meiner Madame ansteht,
möchte ich von euch doch gerne mal wissen, welches Gabelöl ihr in euren XSsen verwendet ?
Marke - Viskositätsangabe ??

Ich habe früher schon mit einigen Ölen und Füllmengen herum probiert, bin aber nie Zufrieden gewesen.


Gruß
Rolf

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Ich mache keine Rechtschreibfehler ... das sind Wortneuschöpfungen !!

christian Offline




Beiträge: 146

29.06.2009 18:15
#2 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Ich habe früher( fahre schon lange Gespann) sehr gute Erfahrungen mit dem Castrol Gabelöl gehabt, wobei ich etwas mehr hineingefüllt(genau ausgelitert) habe um das Luftpolster über dem Öl zu nutzen, dadurch hatte die Gabel eine geringfügige Progression.
Die Füllmenge hatte ich aus einer Motorradzeitung muß mal nachsehen,ob ich das noch finde.
Die Gabel war übrigens eine XS650SE die hat sehr ähnliche Werte wie die XS1100.
MfG christian

Jörg E. Offline



Beiträge: 220

30.06.2009 21:12
#3 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Also mir hat ein gewisser "Rolf" mal empfohlen , ATF Dexron II Öl zu nehmen ,
habe ich in beiden Maschinen drin , empfinde ich am Anfang als sehr hart , wenn man(n) ein Stück gefahren ist, wird sie weicher. Aber mir fehlt der Vergleich zu anderen Maschinen, da ich die "Baby`s" ja noch nicht solange fahre.

Jörg

XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

30.06.2009 21:47
#4 RE: Gabelöl Thread geschlossen

In Antwort auf:
Also mir hat ein gewisser "Rolf" mal empfohlen


Das war ich aber nicht !!!
Ich hatte dir das mal mit dem Turbo Diesel Öl erzählt, aber nicht mit der Automatik Plörre

Ich werde mir noch mal so einige Sachen durch den Kopp gehen lassen.
Castrol Gabelöl von Louis war mir zu dünn, das empfohlenen von Polo für die Elfer ist ja fast Motoröl,
bei Wilbers geben sie für die Elfer drei SAE Sorten an ......

Gruß
Rolf

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Ulf ( gelöscht )
Beiträge:

01.07.2009 21:01
#5 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hallo Rolf
Erstmal die Frage, inwieweit Du früher nicht so zufrieden mit den Ölen und den Füllmengen warst??
Dann zum zweiten bzw.zu deiner ersten Frage, ich habe normales Motoröl mit der Originalfüllmenge ( nach Handbuch ) in der Gabel.
Ich fahre schwerpunktmäßig allerdings nur Landstrasse, es geht doch nichts über eine schöne Kurvenjagd, und vorne ist alles ok, hinten müßten allerdings mal neue Feder rein, ich setze ab und zu in den Rechtskurven mit der Marshall auf.Oder sollte ich etwa abnehmen
Herzlichen Gruß Ulf

XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

01.07.2009 21:27
#6 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hallo Ulf.

Bei meiner Gabel kann ich reinschütten was und wie viel ich will, ich fahre immer wie auf einem Waschbrett.
Der Grund sind eingelaufene Standrohre die das Losbrechmoment der Federung stark beeinträchtigt.

Einfaches Motoröl ist mir einfach zu dickflüssig, das Castrol Gabelöl von Louis zu dünn.
Mit den Turbo Dieselöl 5 W 10 lag ich genau in der Mitte, aber wie gesagt ausgeschlagene Gabel ... und das habe ich erst später bemerkt.

Heute war ich bei Gericke und habe mir SAE 10 Gabelöl mitgenommen was Gericke für die Elfer empfehlt.
Allerdings bin ich jetzt am zweifeln ob ich nicht doch das SAE 20 hätte nehmen sollen, weil ...... schüttelt man die Flaschen merkt man die Dünnflüssigkeit des Öls und das TD Öl liegt schon wieder in der Mitte

Bis Samstag ist ja noch Zeit

Gruß
Rolf


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XS-Rainer Offline




Beiträge: 97

02.07.2009 07:46
#7 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hi Rolf,

gegen das hohe Losbrechmoment hat bei mir ein kleines Schlückchen Molykote A geholfen. Die Wirkung setzt aber nicht sofort ein. Bei mir hat es ein paar Tage gedauert, aber jetzt funktioniert die Gabel wieder deutlich besser.

Gruß
Rainer

Ulf ( gelöscht )
Beiträge:

02.07.2009 20:01
#8 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hi Rolf
Hast Du schon mal drüber nachgedacht, Dir eine andere Gabel oder Standrohre zu besorgen, ab und zu läuft ja was in der Bucht. Ich habe auch zwei Sätze Standrohre, so kann ich immer ganz flink tauschen und in Ruhe Ölwechsel oder Simmerringe immer Keller( da steht auch ein Kühlschrank) wieder fit machen.

XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

02.07.2009 20:35
#9 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hallo Ulf.

Schaue mal den ersten Satz meines Eröffnungsbeitrags ganz oben an

In Antwort auf:
Da in Kürze der Wechsel der Vordergabel an meiner Madame ansteht,


Gruß
Rolf




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XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

02.07.2009 20:37
#10 RE: Gabelöl Thread geschlossen

In Antwort auf:
ein kleines Schlückchen Molykote A


Hallo Rainer.
Stimmt, das hast du ja schon mal im alten Forum geschrieben.
Ist ne Überlegungssache wert wenn die neue Gabel auch nicht funzt.

Gruß
Rolf

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PeterM Offline




Beiträge: 82

03.07.2009 06:03
#11 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hi Rolf ,
Hast du denn mal die Ausrichtung deiner Gabel Überprüft.
Mit einer Planen Platte.

Gruß PeterM

XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

03.07.2009 19:25
#12 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hi Peter.

Nee hab ich nicht.
Ich geh mal davon aus, weil Madame seit ihrer Erstzulassung fast nur als Packesel benutzt wurde
und ich gleich nach dem Erwerb erst mal die Gabel demontiert und gereinigt habe (Meterweise grauer und fester Abriebsschlamm), das die Gabel einfach fertig ist.

Die Ersatzgabel habe ich schon zerlegt und werde morgen mal mit Bimbo zusammen die Alte technisch vergleichen.
Mal sehen wo das der Wurm zu finden ist


Gruß
Rolf

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Ulf ( gelöscht )
Beiträge:

04.07.2009 21:33
#13 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Joooo Rolf
haste recht, wie war das , wer lesen kann ist im Vorteil

XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

04.07.2009 22:03
#14 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Salute --- Gabel ist fertig.

Ich bin zwar nur kurz damit gefahren, aber das Federklapper ist weg und die Dämpfung funzt anscheinend Prächtig.
Die alte Gabel war mal wieder von innen verschlampt. Gabelöl war wohl auch zu wenig drauf. Ein Holm hatte nur 175 ml - wo der Rest geblieben ist, keine Ahnung. Außerdem hat die schwarze Plörre gestunken wie Hundfüße, obwohl der Wechsel erst ca. 5 Jahr zurückliegt.

Festgestellt wurden kleine baulich innerliche Unterschiede zwischen 3x0 und 2h0 Gabel.
Ich habe das ganze mal bildlich festgehalten, Bilder folgen in Kürze.

Morgen geht es erst mal zur ausgiebigen Probefahrt auf die Strecke.
Ich bin mal gespannt

Gruß
Rolf





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XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

05.07.2009 20:00
#15 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Jeep ..... das ist wieder geiles Fahren

Kein Stempeln mehr, sehr guter Geradeauslauf, sehr gutes Handling und ......... kein Nachlaufen mehr bei Teerkanten oder Länstriefen auf der Straße !!!!!!!!!!!!

Der Kauf und Revision der Austauschgabel hat sich voll bezahlt gemacht.
Selbst das angedachte austauschen des Lenkopflagers haben wir über den Haufen geworfen.
Der Kollege hat damals - was ich aber nicht wusste - schwarzes Molikote Fett an das Lager geschmiert und das ist mit der Zeit fest und zäh geworden. Lager gründlich gereinigt und mit reichlich gutem Fett wieder eingesetzt. Ich vermute das das auch der Grund für den schlechten Geradeauslauf war.

Jetzt kann ich wieder Kilometer fressen
Danke auch noch mal für die gute Mithilfe von Bimbo !!

Gruß
Rolf

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XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

05.07.2009 22:19
#16 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Bilder von der Revision der Gabel findet ihr in der neuen Bildergalerie unter:
http://172816.homepagemodules.de/g1-XS-Gabel.html


Gruß
Rolf


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Peter Kemm Offline




Beiträge: 1.265

06.07.2009 00:05
#17 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hallo Rolf,

Glückwunsch zur gelungenen Gabel-Revision. Und ganz hervorragend der zum Nachvollziehen sehr hilfreiche Bildbericht!

Zum (selbstverständlich korrekten) Bild mit den engeren Federwindungen 'oben' kann ich mir eine Anmerkung nicht verkneifen: Da im gesamten Thread nichts anderes gesagt wurde (wenn ichs nicht mal wieder übersehen habe), gehe ich davon aus, daß es sich um XS1100-Originalfedern handelt. Somit kann hier jeder glasklar sehen, daß die Originalfedern progressiv gewickelt sind - und eine entsprechende Charakteristik haben. Deshalb bin ich auch immer so irritiert, wenn Forumsteilnehmer die "... Originalfedern gegen progressive Federn austauschen ..." wollen - während sie tatsächlich 'härtere' (und natürlich ebenfalls progressive) Federn benötigen. Zu den 'Vorspannschrauben' sag ich nichts.

Gruß, Peter

XS-Rolf Offline

Administrator


Beiträge: 1.885

06.07.2009 19:09
#18 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hallo Peter.

Die originalen Federn haben nur am oberen Teil eine Progressive (engere) Wicklung.
Bei Wirth oder anderen Progressiven Federn ist die Wicklung komplett enger gewickelt.
Leider kann ich da jetzt kein Foto von machen, weil die Dinger in der SR eingebaut sind
und der Fahrunterschied ist schon beträchtlich.

In Antwort auf:
Zu den 'Vorspannschrauben' sag ich nichts.


Du weist schon was ich meine

Gruß
Rolf

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Peter Kemm Offline




Beiträge: 1.265

06.07.2009 23:26
#19 RE: Gabelöl Thread geschlossen

Hallo Rolf,

eine Feder mit auf ganzer Länge gleichmäßig engerer Wicklung ist keine progressive Feder, sondern schlicht eine Feder mit insgesamt anderer, aber auf ganzer Länge gleicher Federrate!!!!!

Eine progressive Feder (oder progressiv gewickelte Feder, oder Feder mit progressiver Charakteristik) ist dadurch gekennzeichnet, daß sich ihre Federrate (wegen mir auch Federhärte oder sonstwie genannt) über die Länge von weich nach hart ändert - wobei 'weich' und 'hart' durch die Anfangs- und die End-Federrate der jeweiligen Feder bestimmt werden. Die sich längs der Feder ändernde Federrate könnte durch (a) eine variierende Drahtdicke, (b) einen sich ändernden Windungsdurchmesser, (c) eine sich ändernde Windungssteigung erreicht werden - (a) ist physikalisch denkbar, jedoch technisch jenseits von Gut und Böse, (b) wird angewendet, jedoch nicht bei so simplen Federungen wie bei unserer XS, (c) ist die übliche Ausführung, und so sind auch die Originalfedern der XS1100-Telegabel ausgeführt. Über 'abschaltbare' Federelemente, wie bei der FJR, und andere Spezialitäten braucht man sich keine Gedanken zu machen, da in der XS1100-Welt nicht vorkommend.

Eine linear gewickelte Feder, ganz egal, ob gleichmäßig weit oder gleichmäßig eng, hat - wie bereits erwähnt - über den gesamten Federweg (bei der XS1100 habe ich da irgendwas von 125mm für die Vorderradfederung im Gedächtnis) eine gleichbleibende Federrate, also solange der Anschlag nicht erreicht ist, ergeben Belastungserhöhungen von z.B. jeweils 15kg zu Beginn des (Ein-) Federwegs die gleiche zusätzliche Eintauchtiefe wie gegen Ende des Federwegs. Um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften, spreche ich hier von der Gewichtsbelastung, aber selbstverständlich ist die Federrate über das Kraft-Weg-Verhältnis definiert, wird also z.B. in N/m gemessen oder angegeben. Statt 'Federrate' wird auch der Begriff 'Federkonstante' verwendet - hört sich bloß ein bißchen blöd an, wenn sie garnicht konstant ist.

Bei einer progressiven oder progressiv gewickelten Feder, wie bei den XS1100-Originalfedern oder den WIRTH-Federn in der EGLI-Gabel meiner XS, ist das enger gewickelte Ende der Feder aufgrund der geringeren Windungssteigung das 'weichere' Ende. Beim Eintauchen der Gabel legen sich die engen Windungen aufeinander und die weiter gewickelten Windungen (mit der größeren Steigung) werden wirksam und die Federrate erhöht sich, die Feder wird 'härter' oder 'straffer' - und so weiter bis zum Ende des verfügbaren Federwegs. Die Federrate oder Federhärte nimmt also über den Einfederweg zu, die Feder hat somit eine progressive Charakteristik.

Nun wundert es mich auch nicht mehr, daß (auch schon im alten Forum) immer mal wieder Unzufriedenheit über neu eingesetzte progressive Federn geäußert wurde - wenn man die Feder nur so nennt, aber tatsächlich gar keine progressive Feder verwendet ...! Eigentlich hatte ich mir eingebildet, das in anderen Beiträgen in Kurzform schon mal verständlich erklärt zu haben, aber ganz offensichtlich ist mir das Erklärungstalent völlig abhanden gekommen.

Mit Deinem Bild der XS-Federn hatte ich gedacht, den Begriff 'progressiv' dem einen oder anderen Nichttechniker etwas näher bringen zu können, aber ich hätte doch nicht auf dieses Bild anspringen sollen, denn im Prinzip gehört das ja alles nicht hier her.

Nochmal meine Hochachtung zu Deinem Bildbericht der Gabelrevision. Der ist wirklich große Klasse und wird auch einigen nicht so versierten Schraubern weiterhelfen.

Gruß, Peter

P.S. Ich weiß, was Du mit 'Vorspannschrauben' meinst, aber ich bin nun halt mal pingelig, stur und rechthaberisch - wäre 'Stellschrauben' nicht auch ganz schön?

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