Stimmt, nur wird sie das nicht immer. Ein Gemisch hat je nach Lastzustand und äußeren Bedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) auch einen erheblich höheren Bedarf an Zündenergie. Ne Spule mit hoher Zünspannung liefert einen zuverlässigeren heißeren Funken, der bei erschwerten Bedingungen ( schwache Batterie, maroder Kabelbaum, minusgrade, abgestandener Sprit, etc...) eine entscheidende Reserve darstellt. Baut man eine kernige Spule in eine XS mit mäßigem Motorzustand, morschem Kabelbaum (deutlicher Spannungsabfall an den Verbrauchern) und schlecht eingestelltem Vergaser ein, wird man sicher positiv überrascht sein.
600 Schleifen für ne Zündung is ne Hausnr. Um das Potential richtig ausschöpfen zu können, ist es bestimmt sinnvoll, wenn man noch ein bischen Lager poliert, Pleul auswiegt, Brennräume auslietert...bla bla die leistungsmäßige Serienstreung der XSsen lassen auf üppige Fertigungstoleranzen schließen. Dann könnte man sich allerdings fragen, ob der schöne Kardan noch seine Berechtigung hat, sone gut geschmierte Kette würde noch ein paar Gäuler mehr vor den Hinterreifen Spannen......womit der Begriff sinnvoll neu definiert wäre
Mein Favorit wär nach wie vor ne Einspritzung, schön mit ein paar Mausklicks Leistung oder Verbrauch optimieren, ein reizvoller Spagat zwischen liebgewonnener solider alter Technik und modernem Elektomechanischem Firlefanz Gruß Micha HH
Sinnvoll wäre bei mir eine bessere Schaltung. Ich hatte schon besseres. In der Praxis versuche ich nicht einer XJR nachzujagen. Die fährt mir sowieso um die Ohren. Ich versuche mit möglichst wenig Schaltung und der Harakiri Yamaha Gedächtnissekunde den nächsten Gang hinein zu bekommen. Zu kontrollieren ob der Gang auch drin ist und dann zügig zu fahren. Das geht nur weil eine optimale XS1100 soviel bumms hat, daß die Leistung langt. Als mein Gespannfahrwerk noch nicht optimal war war Leistung satt. Als das Fahrwerk besser wurde, waren die Bremsen Mist. Als die Bremsen besser wurden, könnte man mehr Leistung vertragen, aber die Schaltung ist sch.... Ich nenne das Evolution. Meine xs1100 wird nie fertig
In Antwort auf:Mein Favorit wär nach wie vor ne Einspritzung, schön mit ein paar Mausklicks Leistung oder Verbrauch optimieren
Die Motorräder welche ich schon mit Einspritzung Probe gefahren habe, haben mich ehr negativ zu solchem System eingestellt. Schlechtes Anfahrverhalten, ruppiger Gaswechsel, sowie schlechtes/nervöses Schleppgasverhalten und bei vielen Modellen schlechtes Anspringen mit heißem Motor. (OK, das waren auch alle 4 Ventiler pro Zylinder) ...... und der Verbrauch ???!
Bevor ich da Unmengen von Euros in das Altschiff für ne Einspritzung pumpe, leiste ich mir lieben ne gut abgestimmte Vergaseranlage und habe richtig Spaß mit Madame auf ihre und meine alten Tage
..... übrigens liegt der Verbrauch meiner Madame mit Orig. Vergaser immer noch zwischen 6,5 und 7,4 Liter und ich fahre bestimmt nicht grade zimperlich .... ich jage meist XJR
Gruß Rolf
_______________________________________________ Ich mache keine Rechtschreibfehler ... das sind Wortneuschöpfungen !!
"Ich versuche mit möglichst wenig Schaltung und der Harakiri Yamaha Gedächtnissekunde den nächsten Gang hinein zu bekommen" Als ich das erste mal meine XS gefahren bin dachte ich mir, oh Goooooott, ich fahre einen Traktor! Aber mittlerweile hab ichs doch ganz gut raus die Gänge schnell rein zu bekommen, ich sag nur viel Kraft hilft viel Danke Micha für die Ausführung zur Zündanlage! Gerade in punkto Kabelbaum ist meine XS ziemlich fies beieinander, sie stand 10 Jahre lang in eine Scheune und da war es, wie ich im nachhinein heraus gefunden habe, wohl etwas feucht. Zumindest hat sich mein Tank beim Entrosten schlagartig in meine Küche entlehrt . Der Durchgangswiederstand im Kabelbaum, als er nach langer Zeit wieder Strom bekommen hat: Jenseits von gut und böse. Wd 40 Behandlung und natürlich Benutzung haben natürlich schon viel gebracht, aber gerade wenns dann um die Zündung geht Rolf, was hast du denn da für hübsche Vergaserchen? Gruß an alle XJR Jäger
Hey wir fahren alle einen Oldtimer, dem darf man die eine oder andere "Macke" schon mal zugestehen, Oder !? Wumms ist bei der 1100 ja schon genug dahinter, aber mein Vorbesitzer hat erstmal, ne 1200ér draus gemacht. XJR ? Hatte noch keine Begnung mit diesen. Aber GPZ 900R hechelten bei 140 und Hahn auf, nur noch hinterher, aber so nach 30 Sekunden und Tempo 215, hatten sie mich! Mich beeindruckt diese alte Motorrad. Und mir machts Spass ! Kein Plastickeimer, der bei der Abholung vom gelben Sack versehentlich mitgenommen werden würde ! Ich stehe zu diesem Motorad, mit all seinen Macken! Gruß Steppel
Noch mal ein Nachtrag zur XJR, hatte immer noch keine Begenung mit dieser! Aber meine XS1100 war letztes Wochenende gleich Auf mit einer GPZ1100 ( Bj 1997 ) , aus dem Stand bis 140( (schneller ging nicht, waren auf einer Landstrasse in Dänemark ) und mit einer 1000 thunder.....ab 140 bis 200 ( nicht schlecht für einen Oldtimer ) Oder ? Gruß Steppel
Was ich mir vor einiger Zeit von einem gewissen Tkat aus den USA bestellt habe: Ne Gabelstabi. Klingt komisch, bringt aber (zumindest bei mir) sehr viel. Handling, Stabilität, Agilität haben sich deutlich verbessert. Für mich war folgender Test ausschlaggebend: Vorderrad mit den Beinen festhalten und am Lenker ziehen hat etwa 1 Grad Verzug gebracht. Not nice. Mit der Stabi ist das weg. Keine Magie dass die zu deutlicher Verbesserung führt. Bei einer neuen Gabel passiert das nicht und so wie ich das überblicke sollte auch eine Stabi dann eher negativ als positiv sein. Vielleicht ist meine Gabel auch nur ausgenudelt und die anderer XSssen besser beieinander. Bei mir hat es wirklich ne riesen Verbesserung gebracht.
@ Peter: nochmal Entschuldigung für den Threat
Der Herr aus den USA, der die Stabis aus den vollen fräst, ist IMO außerdem sehr zu empfehlen. Erstklassige Arbeit und was er dafür will ist eigentlich sehr günstig. Das soll keine Werbung oder sowas sein, aber ich finde wenn jemand gute Arbit leistet kann man das erwähnen
Weiters habe ich die Gabelfedern gegen Promotos getauscht. Diese sind deutlich länger als die originalen, werden also folglich in der Gabel von vorn herein stärker zusammengepresst. Sie haben auch eine stärkere Progression als die Originalen. Ich fahre sie mit der niedrigsten "Vorspannunsstufe" oder wie man das nennen will, mehr ist mir zu hart für normale Strassen. Die Gabel spricht auf jeden Fall besser an, aber auch hier muss ich dazu sagen dass ich nicht weiss wie alt meine originalen waren, ich habe sie auch nicht nachgemessen. Und mit der Vorspannung habe ich auch bei den originalen auch nicht lange experimentiert, so dass ich nicht sagen kann ob man den Effekt auch mit den originalen erreichten hätte können. Aber wie gesagt, die Promotos sind anders gewickelt.
Im gleichen Zug habe ich die originalen Federbeine hinten gegen Konis einer 750er getauscht. Ich weiss nicht mehr welcher Typ genau, Leergewicht war jedoch 240 Kilo, in etwa. Das hat einen riesen Handlingunterschied gemacht, so groß dass ich mich frage ob bei den Originalen nicht irgendwas nicht gestimmt hat. Auf jeden Fall sind mir die originalen viel zu hart und ich bin kein Leichtgewicht. Ich fahre die Konis auf geringster Vorspannung, damit habe ich die besten Ergebnisse an Bodenhaftung. Ein Teil der Veränderung kommt sicher daher, dass die Konis etwas länger als die originalen sind, weshalb sich die Geometrie natürlich verändert, zumal ich das Motorrad an der Gabel auch etwas gesenkt habe. Das Handling wurde dadurch agiler und mit Geradeauslauf habe ich absolut keine Probleme, zumindest bis 180, schneller bin ich noch nicht gefahren, habe ich auch nicht vor, ich fahre eigentlich kaum mal über 130.
Bei Bedarf bitte ein neues Thema mit einer halbwegs erkennbaren Struktur starten - z.B. getrennt nach Sachgebieten 'Elektrik', 'Fahrwerk', ..., so daß auch eine Chance besteht, da später mal was wiederzufinden.