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Yamaha XS 1100 Forum

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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 1.970 mal aufgerufen
 Fahrwerk
xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.092

28.04.2010 20:23
#1 'Entspannen' der Telegabel Thread geschlossen

Hallo Peter und alle,

in einem anderen Forum hatte ich schonmal gelesen, dass man die Vordergabel "entspannen" sollte, indem man alle Verschraubungen lockert (nicht löst), die Gabel ein paarmal eintaucht (wie oben von Dir beschrieben) und dann die untere "Etage" der Schrauben anzieht. Dann wieder eintauchen und die nächste "Etage" fixieren - bis oben herauf. Das würde die Fahreigenschaften verbessen und zT Lenkerflattern verhindern.

Ich habs noch nie gemacht. Hat jemand Erfahrung hiermit? Welche Meinung habt Ihr hierzu?

Martin

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hinweis:

Damit das von Martin aufgegriffene Thema nicht in einem Thread unauffindbar verloren geht, unter dessen Titel es niemand suchen würde, wird hiermit ein neuer Thread gestartet.

Auslöser war der Absatz

Zitat
Übrigens ergibt sich auch bei jedem Reifenwechsel oder sonstigem Radaus- und -einbau, der ja bei 'hängendem' Rad mit voll ausgefederter Tele erfolgt, eine leichte Verspannung der Telegabel - zwar kein Vergleich mit obigem Problem, aber aus Funktions- und Verschleißgründen lohnt es sich, seiner XS was Gutes zu tun. Nachdem die Montagearbeiten erledigt sind und die XS abgebockt wieder auf eigenen Rädern steht, wird nochmal die Verschraubung der linken Achsklemmfaust gelockert, die Gabel mindestens fünfmal tief eingefedert, so daß sich die Tauchrohre auf Millimeterbruchteile ausrichten können, bevor der zweite Mann bei eingefederter Gabel die Klemmfaustverschraubung wieder anzieht. Ganz klar, daß sich ein großer und schwerer Fahrer da leichter tut, als ein noch so drahtiger oder muskulöser kleinerer Fahrer. Günstigerweise stellt man sich dabei mit dem Vorderrad vor eine Wand, es geht aber auch mittels Betätigung der Vorderradbremse beim Einfedern, die jeweils bei Beginn des Ausfederns sofort gelöst werden muß, da sonst das Ausrichten der Tauchrohre verhindert wird.



im Thread verbogene Telegabel, streifende linke Bremsscheibe.

Peter

xsTom Offline




Beiträge: 243

28.04.2010 21:29
#2 RE: 'Entspannen' der Telegabel Thread geschlossen

Hallo,

also ich mach,s so halb.

Wenn ich vorne an der Achse dran muß,(Reifenwechsel etc..)baue ich Schutzblech und Bremszangen ab.

Beim festziehen der Achsmutter achte ich penibel darauf das die Nase am Tachoantrieb nicht seitlich gegen das Standrohr gedrückt wird.Gabel wird danach ein paar mal eingetaucht damit diese sich ausrichtet.

Damit stelle ich sicher das ich das linke Gabelstandrohr nicht verkantet/verspannt an der Achse fixiere.
Ein bisschen aufwändig ,OK ,aber das klappt bei meiner Berta am besten .

Gruß Thomas

Peter Kemm Offline




Beiträge: 1.265

29.04.2010 01:40
#3 RE: 'Entspannen' der Telegabel Thread geschlossen

Hallo Martin,

wie ich das handhabe, dürfte ausreichend detailliert beschrieben sein - ich machs grundsätzlich immer so. Allerdings vereinfachen die sehr stabilen beiden Querverbindungen am oberen Ende der Tauchrohre meiner EGLI-Gabel und ihr nur an diesen Querverbindungen befestigter Kunststoff-Kotflügel das Verfahren etwas - solange die Gabel selbst nicht ausgebaut oder zerlegt wurde, muß wie ausgeführt nur die linke Achsklemmfaust gelockert werden.

Der originale Blech-Kotflügelbefestigungsbügel kann durchaus die Gabel verspannen, so daß sich der Kotflügelabbau von Thomas sehr wohl sinnvoll anhört.

Wie Du das meinst mit "alle Verschraubungen lockern" und "... die Etagen nacheinander von unten nach oben fixieren ...", verstehe ich nicht ganz. Alle Verschraubungen gleichzeitig lockern, darf man sowieso nicht, sonst besteht die Gefahr, daß die Gabelbrücken, und damit die ganze Maschine, an den Standrohren nach unten rutschen - und wenn die Gabel einmal sorgfältigst montiert und ausgerichtet wurde, sehe ich für ein Lockern der Gabelbrücken-Klemmverschraubungen anläßlich eines einfachen Radaus- und -einbaus keinen Grund. Eine solche Entspannungsübung hat nicht nur einen verschleißmindernden Effekt, sondern wirkt sich in Maßen auch positiv auf das Fahrverhalten aus, daß dadurch aber ein Lenkerflattern verhindert werden würde, kann ich mir kaum vorstellen - da wirken ganz andere Einflußgrößen und -kräfte. Hast Du mal einen Link zu diesem Entspannungs-Thema in dem anderen Forum?

Gruß, Peter

Peter Kemm Offline




Beiträge: 1.265

29.04.2010 21:12
#4 RE: 'Entspannen' der Telegabel Thread geschlossen

Ich hab mal ein bißchen gegoogelt - zum Thema 'Gabel entspannen' findet man beliebig viele Links. Allerdings handelt es sich dabei i.d.R. um das 'Entspannen' oder Ausrichten nach einem Sturz oder nach Zerlegen und Wiederzusammenbau der Gabel, während es bei meinem Hinweis ganz oben schlicht um Sorgfalt bei eher alltäglichen Montagearbeiten wie z.B. Reifenwechseln geht.

Vermutlich bezieht sich Martin in seinem Beitrag in erster Linie auf den Link http://motorang.com/bucheli-projekt/gabel.htm, weitere Links wären z.B. http://www.motor-talk.de/forum/gabel-ent...z-t2337623.html und http://www.procon-design.de/USD-Gabel.htm.

Unter http://www.motorradonline.de/de/motorrae...ireblade/104921 wird über das Lenkerschlagen des HONDA-Modells CBR 1000 RR Fireblade und den Einfluß einer (leichten) Gabelverspannung und des Gleitrohr-Losbrechmoments berichtet. Bitte den dort gemachten Unterschied zwischen i.a. bei Geschwindigkeiten unter und um 100 km/h auftretendem Lenkerflattern (Shimmy) und Lenkerschlagen (Kickback) bei sehr hohen Geschwindigkeiten zu beachten.

Peter

xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.092

01.05.2010 17:11
#5 RE: 'Entspannen' der Telegabel Thread geschlossen

Hallo Peter und Andere,

Du hattest mich nach Links zu entsprechenden Artikeln gefragt: ich gesthe, die habe ich nicht. Es stand mal in einem Italo-Forum (Laverda und so). Selber habe ich es noch nie gemacht, zumal ich auch nicht mehr so ganz genau im Kopf habe, wie es ging. Aber ich bleibe am Ball.

Gruss,
Martin

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