Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Yamaha XS 1100 Forum

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 86 Antworten
und wurde 107.989 mal aufgerufen
 Elektrik - Zündung - Licht - Instrumente
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.050

12.12.2017 07:07
#76 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Hallo Leo,

ein paar Ersatzquetschverbinder liegen jeder von mir versandten Zündung bei. Ansonsten kann Dir ggf. Ignitech weiter helfen. Es gibt hier sehr viele verschiedene Normen und Größen. Es gibt auch Fachgeschäfte für Stecker wie https://www.steckerladen.de/Kabelschuhe-...takte:::53.html und http://www.kabelschuhe-shop.de/Kabelschu...0qf3i73d2ce06e2 - und sicher noch andere.
Martin

Leon Offline




Beiträge: 233

09.01.2018 18:32
#77 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Stecker: Danke für die Tips!
Das Problem ist, daß ich ja eine Vorlage brauchte, um an den genannten Adressen, dann einen passenden zu finden.

Habe das Problem anders gelöst:
Die Metallstecker von den Strom-Anschlussen der alten AT-Netzteile vom PC passen - so ungefähr - machen zumindest Kontakt.

Nun an beiden Gespannen auch das TPS mit der MAP aus dem Sammelkauf aktiviert.

Erster Eindruck: Läuft seidenweich, auch beim Beschleunigen.
Habe ein bisschen den Eindruck Beschleunigung verloren zu haben, vor allem bei Steigungen.
Dafür läuft es aber richtig weich und angenehm.

Aussagen zu Verbräuchen kommen noch.
Letztes wochenende war nur ein Treffen in der Nähe, also noch keine km gespult....

Gruß
Leo

xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.050

10.01.2018 07:27
#78 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Zitat von Leon im Beitrag #77
Das Problem ist, daß ich ja eine Vorlage brauchte, um an den genannten Adressen, dann einen passenden zu finden.


Du kannst ja einen der vorhandenen Stecker aus dem Plastikgehäuse raus ziehen (den Widerhaken runter drücken). Dann hast Du ein Muster. Und wie gesagt: es war eine kleine Plastiktüte mit weiteren Steckern dabei.

Was das (vermeintlich) schwächere Beschleunigen angeht,kann es mehrere Ursachen haben:
- Deine Kurve passt noch nicht. Also unter Teil- und Vollast früher zünden
- Hast Du nun einen TPS- oder MAP-Sensor? Der TPS muss eingestellt werden. Hierzu gibt es Anleitungen im XJR-Forum. Das geht aber bei der XS so nicht. Dann bleibt Dir nur das rumbiegen an der Kurve. Und beim MAP-Sensor gibt es ebenfalls Unterschiede. Da würdest Du das passende Datenblatt brauchen, um dessen Messbereich zu kennen und entsprechend an der Zündung umzusetzen. Also auch hier: probieren.
- Die Beschleunigung fühlt sich subjektiver nur schlechter an, da das Moppett weicher läuft (was an sich ja ein gutes Zeichen ist).

Biege einfach die Kurven so lange auf, bis dass der Motor klingelt. Dann wieder 2 Grad runter - und fertig ist die Laube. Autozündungen haben noch Klingelsensoren, sodass sie immer "voll aufreißen" und beim Klingeln wieder runter drehen. Drum kannst Du bei BMW-Motorrädern auf nahezu alle Oktanzahlen fahren; dann mit etwas reduzierter Leistung. Umgekehrt könntest Du bei der Ignitech noch ein paar Grad drauf legen und dann diese Mega-Treibstoffe tanken (V-Power, etc.), die noch mehr Oktan haben. Denn nur dann nutzt Du die erhöhte Oktanzahl auch. Normalerweise sind Fahrzeuge nicht auf die erhöhte Oktanzahl ausgelegt, sodass das Tanken dieser Treibstoffe rausgeschmissenes Geld ist.

Leon Offline




Beiträge: 233

10.01.2018 19:22
#79 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Wenn das mit dem Stecker so gegangen wäre.... habe mir da verschiedene "Werkzeuge" = Blechstreifen gebastelt. Die wollten nicht.

Wie ich oben schon schrieb: Ich habe einen XJR-Vergaser, mit TPS.
Ignitech geht von einem linearen Verlauf des Widerstands im Poti des TPS aus. Das ist auch im Rahmen der Messtoleranzen so.
Der Poti ist nach Yamaha-Angaben im Messbereich für die XJR-Zündung eingestellt.

Die Vermutung:
"- Die Beschleunigung fühlt sich subjektiver nur schlechter an, da das Moppett weicher läuft (was an sich ja ein gutes Zeichen ist)."
habe ich inzwischen auch, da ich mir die mitgelieferte MAP-Kurve noch einmal angeschaut habe:

Nirgendwo wird die Frühzündung gegenüber der alten Kurve zurückgenommen, um Belastungsklingeln zu vermeiden.
Es wird nur in den "lastfreien Zonen" die Zündung vorsichtig vorgezogen, um Sprit zu sparen. So wie es die okinole Unterdruckverstellung ja auch macht.

Bei mir ist aber eben auch ein Beiwagen dran, also die Last immer etwas höher.
daher werde ich im Frühjahr, wenn es wieder wärmer ist und ich jemanden mit Notebook in den Seitnwagen setzen kann, folgendes tun:

1. Frühzündung Plus bei Gleichlauf
Ermittle TPS für Drehzahlen im letzten Gang
Ermittle TPS für Drehzahlen im zweiten Gang
2. Frühzündung Minus bei starker Beschleunigung
Betrifft 60-100 im 3 bis 5 Gang und am Berg
Ermittle TPS bei Beschleunigung aus 60 bis 90 (120) in 3-5 Gang: ab welcher Position wird es nach dem Gedächtnis kritisch

Mal sehen was dabei herauskommt. Vielelicht muss die ganze Tabelle wegen mehr Gas bei Gespann ja leicht verschoben werden....

Gruß
Leo

xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.050

11.01.2018 07:30
#80 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Zitat von Leon im Beitrag #79
Ermittle TPS für Drehzahlen im letzten Gang
Ermittle TPS für Drehzahlen im zweiten Gang


Gute Idee, die Sache vom Beiwagen aus zu messen. Die Ergebnisse interessieren mich sehr.

TPS kannst Du auch im Stand messen. Der Throttle Position Sensor ermittelt nur, wie weit die Drosselklappe offen ist. Was das Ausmessen der Last angeht, ist das also nach wie vor ein Hilfswert. Besser wäre hier ein MAP-Sensor, der den Unterdruck - und damit die Last - im Ansaugtrakt misst. Ggf. kannst Du den TPS im Stand ausmessen und Dir entsprechende Markierungen an den Gasgriff machen (Klebeband, zB Kreppband mit Strichen markieren (zu, 1/4, halb,3/4, offen).

Der TPS kann verdreht werden. D.h. die von Dir gemessenen Werte stimmen uU für den nächsten XJR-Vergaser dann nicht mehr bzw. sind versetzt. Ich meine, dass die XJR-Zündung ein Programm integriert hat, um dessen Position "einzunorden". Vielleicht haben wir einen XJR-Spezialisten, der hierzu was sagen kann.... bitte, danke.

Leon Offline




Beiträge: 233

16.01.2018 16:43
#81 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Naja... das mit den Markierungen am Griff ist so eine Sache.
Gerade in den niedrigen Bereichen bis etwa 20% sind die Markierungen hier wahrscheinlich zu ungenau, da dort recht fein aufgelöst werden sollte, oder?
Dazu kommt noch das Leerspiel, daß ja je nach Lenkeinschlag noch etwas variieren kann. (OK, das ist SEHR wenig....)

Was die Werte des Potis (also des TPS) angeht:
Der ist drehbar, damit DER an die XJR-Zündung angepasst werden kann. Ich hatte dazu mal eine Anleitung gefunden.
(Nochmal gesucht, hier ist sie: http://www.yamahaxjrclub.pl/Kat5/zaplon.pdf , letzte Seite)

Für die Ignitech wird bei der Inbetriebnahme des TPS der 0-Wert und der MAX-Wert als Spannung über dem Widerstand des Poti (TPS) gemessen.
Die Gasgriffstellung wird dann offensichtlich als interpolierter Wert aus der Spannung berechnet.
Wenn der Sensor-Poti nicht linear ist, ginge das daneben. (Habe ich aber ehrlich nicht geprüft... aber warum sollte jemand sich die Sache schwerer machen als notwendig?)

Da die Ignitech auf diese Weise angepasst wird, sollte sie auch mit einem "verstellten" XJR-TPS-arbeiten, solange sich der Poti noch im linearen Bereich befindet, oder?
(Meine war - wie ich schrieb - eingestellt.)

Ich gebe Dir Recht: Unterdrucksensor wäre optimal.
Hat irgendjemand schonmal einen "handelüblichen" Unterdrucksensor mit Anschluss an den Ansaugstutzen erfolgreich verbaut?

Gruß
Leo

xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.050

17.01.2018 08:00
#82 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Hallo Leo,

da hast Du vollkommen recht:
- Die Abnahme am Gasgriff ist ungenau
- Die Werte, die der TPS in Null- und Vollgasstellung liefert, sollten dementsprechend (individuell für jedes Moppett) bei der Programmierung der Kurven beachtet werden
- Ja, der Poti MÜSSTE linear sein, habe ich aber auch nie ausgemessen.

Ich habe mal einen MAP-Sensor verbaut. Auch hier gibt es verschiedene, die je nach Unterdruck andere Widerstände haben. Das kann man aber raus finden. Da man bei der XS 1100 genug Platz hat und der Sensor ja auch nicht direkt in den Ansaugtrakt kommt, kannst Du Dir einfach irgendeinen vom Schrottplatz besorgen. Eine Beschreibung ist im Handbuch auf Seite 12-13 zu finden. Eine Kurve findest Du auf der mitgelieferten CD. Einen MAP-Sensor findest Du auch sicher in der Bucht; neu und gebraucht. Einen Katalog der MAP-Sensoren (wichtig wegen der Werte) findest Du ebenfalls auf der CD. Dieser ist von 2010. Habe keinen neueren gefunden. Wenn Du auf gebrauchte Sensoren zurückgreifst, dann ist der Katalog genau richtig.

Und so sieht es aus:
https://addpics.com/i/au1-6-0363.jpg
https://addpics.com/i/au1-7-428b.jpg


Wir können auch gerne mal telefonieren, um unsere Gedanken auszutauschen. Wenn was dabei rum kommt, sollten wir es hier wieder posten, da es evtl. auch Andere interessiert.

Gutes Schrauben!
Martin

Leon Offline




Beiträge: 233

30.01.2018 18:57
#83 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Nachtrag zu den Verbräuchen mit angeschlossenem TPS:

Zweimal XS11-EML, einmal mit Einsitzer, einmal mit 1,5 Sitzer
Beide:
- Motad 4-1 links,
- K&N-Filter (Austausch, nicht die offenen),
- XJR-Vergaser mit Bedüsung nach WIKI, eingestellt mit Colortune
- Pichler LV11

Verbräuche vor Anschluss des TPS:
1,5 Sitzer: 9,5 bis 10 ltr/100km
1-Sitzer 8,5 bis 9 ltr / 100km

"Testfahrt":
Mit einem 3. Gespann (GL1100-EML), gemütlich vom Wintercamp der MZ-Freunde Mandeln (Nordhessen) durchs Sieger- / Sauerland Richting Hagen getourt.
Temperatur so etwas über dem Gefrierpunkt. Reisetempo etwa 80-90 km/h (also sehr gemütlich.
Beide Gespanne etwas beladen, ohne Beifahrer.

Ergebnis auf 183 km ermittelt:

1,5 Sitzer: 8,1 ltr / 100km
1 Sitzer: 7,1 ltr / 100km

Das sind abyssale Tiefstwerte.
Ok, so gemütlich fahren wir selten, aber ich bin mit dem 1-Sitzer NIE unter 8 ltr/100 gekommen.

Ich gehe also mal davon aus, daß der Anschluss des TPS den Verbrauch um etwa 10% senkt.
Das merkt man schon an der Reichweite. :-)

Gruß
Leo

Leon Offline




Beiträge: 233

06.03.2018 23:39
#84 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Noch ein Nachtrag:
Rückfahrt vom AET am Nürburgring.
Autobahn, beladen.
Reisetempo etwa 120 nach Tacho, also 110 real:

EML 1,5 Sitzer 9,2 ltr.
EML schmales Boot: 8,5 ltr.

Sonst eher um die 10-11 ltr.

xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.050

07.03.2018 07:01
#85 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

Hallo Leo,

die Spritersparnis ist erstaunlich und deckt sich mit unserer Erfahrung. Welche Kerzen und welche Zündspulen hast Du verbaut? Bitte verzeih mir, falls Du das schonmal hier erwähnt hast.

Martin

Leon Offline




Beiträge: 233

07.03.2018 10:56
#86 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

...Öhhh... hatte ich nicht erwähnt:

Kerze: BP7ES
Zündspule: XJR (2.4 Ohm)

Gruß
Leo

xs-martin Offline

Administrator


Beiträge: 2.050

02.05.2018 07:19
#87 RE: Ignitech - Erfahrungen??? antworten

7er oder gar 8er Kerze ist gut. Danke für die Infos.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
 Sprung  
Xobor Xobor Community Software